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Gemüsegärten und eine warme Mahlzeit

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Es geht nicht allein um ein Mittagessen und die Kalorien. Da die Schulen in Burundi in der Regel genügend Land haben, kann ein Gemüsegarten die hinzugekauften Nahrungsmittel wie rote Bohnen, Mais und Reis mit frischem Gemüse ergänzen. Zugleich sind die Schulgärten Lernort: 300 Lehrer/innen, Eltern und Mitarbeiter/innen werden in 33 Schulgärten in Ernährungsphysiologie ausgebildet.

Video: Schulkantinen in Muyinga. Caritas international / Jorge Neto

Sie erhalten Saatgut zur Bewirtschaftung der Gärten und Kenntnisse über Gemüsebau sowie eine gesundheitsfördernde Ernährung. Zudem wird die Bevölkerung, insbesondere die Eltern, und zum Thema "Gesunde Ernährung" geschult.

Von den Schulspeisungen profitieren 22.000 Schüler/innen und 900 Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren, die keine Schule besuchen. Der Bau energiesparender Öfen mit lokalen Materialien für die Kantinen hat zugleich Vorzeigecharakter: die Toneinsätze, auch Jiko genannt, können auf den lokalen Märkten erworben werden, sparen Brennmaterial und sind in kleineren Größen auch für Privathaushalte erhältlich.

Kinder sitzen an einem langen Tisch beim MittagessenSchulspeisung in einer GrundschuleCornelia Kienzler; Caritas international

Es geht um Reintegration

Unser lokaler Partner, das Entwicklungsbüro der Diözese Muyinga, berät Eltern und Lehrer/innen. Dabei weisen die Inhalte weit über die Sicherung der Ernährung hinaus: Eine Unterrichtskomponente ist die "Gewaltfreie Kommunikation". In Zusammenarbeit mit der diözesanen Kommission "Justice et Paix" werden die Menschen so darin gestärkt, ihre Konflikte gewaltfrei zu bearbeiten und nach Lösungen zu suchen, die die Gemeinschaft stärken, weil die Bedürfnisse aller zur Sprache kommen.

Für den Erfolg des Projektes ist eine professionelle Begleitung wichtig, gerade da die Reintegration der Flüchtlinge aufgrund der verbreiteten Armut und Landknappheit immer wieder zu Spannungen führt. Daher arbeitet das Entwicklungsbüro der Diözese Muyinga im Rahmen mehrerer Projekte eng mit den Provinzdirektionen für Bildung und Erziehung, für Landwirtschaft und Viehzucht und mit dem Gesundheitsbüro zusammen. Zudem fungiert eine Friedensfachkraft als Mittlerin zwischen dem Entwicklungsbüro und Caritas international. Ergänzt wird die Schulspeisung durch ein landwirtschaftliches Projekt von Caritas Belgien, das dank verbesserter Methoden im Ackerbau und in der Viehzucht die Ernährungsgrundlage sicherstellen möchte.

Mai 2012