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Würzburg

Umweltschutz mit Plan

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Umweltteam in der Zentrale des Caritasverbandes WürzburgDas Umweltteam tagt. Wie lässt sich bereits Erreichtes noch steigern oder verbessern?

Das Ziel war ehrgeizig. Die Geschäftsstelle des Caritasverbandes für die Diözese Würzburg (DiCV) führte im Jahr 2003 als erste katholische Einrichtung Deutschlands ein integriertes Qualitäts- und Umweltmanagement (QUM) ein. "In das Projekt werden wir viel Arbeit stecken müssen. Was passiert aber mit unseren Verbesserungsvorschlägen?", fragte eine Mitarbeiterin zu Beginn. Die Bedenken wurden von der Leitung ernst genommen. Heute ist die Zufriedenheit unter den Mitarbeiter(innen) groß, denn sie werden regelmäßig befragt, können Mängel im Arbeitsalltag benennen und Vorschläge einbringen. Einige haben sich zum Qualitätsmanagement- oder Umweltbeauftragten weiterbilden lassen, die auch andere Einrichtungen beraten.

Moderner, effizienter und sparsamer

Geschäftsstelle der Caritas in Würzburg Die Geschäftsstelle des Caritasverbandes für die Diözese Würzburg führte als erste katholische Einrichtung Deutschlands ein Umweltmanagement ein

Das Engagement der Würzburger Caritas ist nicht nur ein großer Beitrag zum Umweltschutz, er zahlt sich auch finanziell aus. Bereits am Anfang des Projektes lag die Einsparung jährlich bei 10.000 Euro - angesichts gestiegener Energiekosten ist dieser Wert inzwischen deutlich höher. 

Um so weit zu kommen, musste der Verband zunächst investieren. Die Mitarbeiter erhielten energiesparende Bürogeräte, die Geschäftsstelle energieeffiziente Pumpen im Heizsystem. Mit diesen und weiteren Maßnahmen gelang es den Würzburgern, den Stromverbrauch um mehr als ein Drittel zu senken. Durch den Umstieg auf Ökostrom im Jahr 2012 reduzierte die Geschäftsstelle zudem ihren CO2-Ausstoß um fast die Hälfte. Auch der Wasserverbrauch wurde gegenüber 2001 um 63,8 Prozent gesenkt, unter anderem durch den Einbau einer Druckerhöhungsanlage und Durchflussbegrenzung in den Sanitäranlagen. Die Temperatur in Treppenhäusern und Fluren sowie an betriebsfreien Tagen wird gesenkt, um keine unnötige Heizenergie zu verbrauchen. Für Kopien verwenden die Mitarbeiter zu 99,4 Prozent Recyclingpapier, und auch bei externen Druckaufträgen konnte der Anteil auf mehr als 76 Prozent gesteigert werden.

Mittlerweile haben auch andere Caritasverbände ein erfolgreiches Umweltmanagement in ihren Einrichtungen und Diensten eingeführt. Für die Verantwortlichen in Würzburg ist das ein längst überfälliger Schritt, der bereits im Jahr 1997 im Leitbild des Deutschen Caritasverbandes formuliert wurde: "Wir haben eine Mitverantwortung für die Bewahrung der Schöpfung. Die Arbeitsabläufe in seinen Diensten und Einrichtungen werden umweltverträglich gestaltet."