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Mauretanien: Beratungszentrum

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Fischerfrauen am Strand verkaufen FischViele Fischer sind Richtung Mauretanien migriert - oft sind es die Frauen, die zurückbleiben - wie hier in St. Louis, SenegalMartina Backes

Die Hafenstadt Nouadhibou zieht seit Jahrzehnten Migranten aus dem gesamten westafrikanischen Raum an. Einerseits gibt es hier Beschäftigungsmöglichkeiten, andererseits hoffen viele der zugewanderten Migranten von hier weiter nach Marokko oder über das Meer nach Spanien auf die Kanarischen Inseln gelangen zu können.

Nouadhibou beherbergt aber zunehmend auch gescheiterte Migranten, aus Marokko ausgewiesene Personen, Schiffbrüchige. Von der Gesamtbevölkerung Nouadhibous mit etwa 160.000 Menschen sind etwa 40.000 Personen Migranten aus dem westafrikanischen Raum. Unter den vorrangig aus zirka 15 Ländern West- und Zentralafrikas stammenden MigrantInnen finden sich auch Flüchtlinge und zunehmend Frauen und Familien. Die Lebensbedingungen der Migranten sind prekär - viele arbeiten als Tagelöhner, Frauenprostituieren sich, Kinder wachsen ohne Schulbildung auf. Die unsicheren Lebensumstände, die Mittelknappheit und der erschwerte Zugang zu den Gesundheitszentren haben auch extrem nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen.

Unterstützung je nach Bedarf

Caritas international und ihr Partner, die Caritas Nouadhibou, stärken die Migranten auf vielfältige Weise. In einer kleinen Notaufnahme-Station können sich Neuankömmlinge ausruhen und orientieren, werden mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser versorgt. Die Caritas-Kollegen unterstützen sie bei der Suche nach Unterkunft und Arbeit, leisten medizinische Hilfe und rechtliche Beratung. Im Zentrum bieten sie Alphabetisierungs- und Sprachkurse in Spanisch und Englisch sowie Kurse in Informatik an. Kinder werden gesondert gefördert und über Stipendien in lokale öffentliche Schulen integriert. Das Projekt verbessert die soziale, ökonomische und sanitäre Situation von etwa 2.300 Migranten in Nouadhibou und fördert den Respekt der Menschenrechte durch die nationalen und lokalen Behörden gegenüber etwa 40.000 in Nouadhibou lebenden ausländischen Migranten.

November 2014