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Fair kleiden hilft die Welt verbessern

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Ist Ihre Jeans eigentlich "fair"? Oder wurde sie, wie so viele Teile in unseren Kleiderschränken, unter menschenunwürdigen Bedingungen genäht? Vielleicht sogar von Kindern, in Akkord und bei absolut schlechter Entlohnung? Nicht länger wegsehen wollen jetzt junge Frauen aus dem IN VIA Jugendwohnen, wenn´s um Mode geht. Unter dem Slogan "Fair kleiden ist besser" beschäftigen sie sich mit Billigtextilien & Co.

Zielgruppe: Junge Frauen, bei denen sich vieles um Mode dreht

Junge Frauen bei Aktion für Faire KleidungAuf einer Stadtführung durch die Einkaufsstraße wird Konsumkritik vermittelt: Welche Weltreise legt eine Jeans zurück?IN VIA Bayern e.V.

Aus welchen Ländern stammt die Mode, die wir tragen? Was ist überhaupt fairer Handel und saubere Kleidung? Auf was muss ich beim Kauf achten, um eine sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten? Was sagen Gütesiegel aus? Der Caritasfachverband  IN VIA Bayern e.V. Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit hat sich auf die Suche nach Antworten gemacht und gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern das Umweltprojekt "Faire Kleidung" ins Leben gerufen. Und zwar genau dort, wo die neuesten Modetrends ein großes Thema sind: In den bayerischen IN VIA Jugendwohnheimen, die insgesamt 414 Mädchen und jungen Frauen ein Zuhause auf Zeit bieten.

Die Bewohnerinnen, in der Regel zwischen 16 und 26 Jahre alt, sind Auszubildende oder Blockschülerinnen. Die meisten haben ihr Elternhaus verlassen, weil die Lehrstelle weit von ihrem Heimatort entfernt ist. Die Pädagoginnen in den Häusern vor Ort begleiten die jungen Frauen auf dem Weg in die Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit. Für den Frauenverband IN VIA ist es daher nur konsequent, Angebote zu entwickeln, die den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus schärfen. So erfahren die Jugendlichen beim aktuellen Umweltprojekt etwa, dass es bei einem T-Shirt zum Schnäppchenpreis von 2,50 Euro in den Herstellungsländern nicht mit fairen Dingen zugehen kann. Dass der Lohn der Näherin kaum zum Leben reicht oder die verwendeten Materialien die Umwelt belasten.

Mode, die mit gutem Gewissen tragbar ist

Mädchen beim UpcyclingT-Shirts aufpeppen in Upcycling-Workshops: Das schafft mehr Bewusstsein für die Mode.IN VIA Bayern e.V.

Neben konsumkritischen Stadtrundgängen mit WELTbewusst, einem Projekt der BUNDjugend und der Weltläden, zu Themen wie"die Weltreise der Jeans" und "wie viel Marketing steckt in einem Turnschuh?" finden Upcycling-Workshops mit der Künstlerin Naomi Lawrence statt. So lernen die jungen Frauen modisch und kreativ zu sein, ohne den üblichen Weg des Konsums zu gehen.

Ein Hauptziel des Projekts ist es laut Rita Schulz, Geschäftsführerin des IN VIA Landesverbandes Bayern, "den jungen Frauen zu zeigen, dass es auch beim Umgang mit Kleidung faire Lösungen gibt." 

Das IN VIA Umweltprojekt erfolgt mit freundlicher Unterstützung der Sparda Bank München, der Joseph Stiftung, dem Katholischen Fonds, der Aktion Mensch "miteinander gestalten", des Umweltfonds des Freistaates Bayern, der GlücksSpirale sowie dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München.

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