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Damit das Licht nicht ausgeht

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Ulrich Walleitner - SchuldnerberaterCaritas-Mitarbeiter Ulrich Walleitner berät bei Miet- und Energieschulden. Foto: Peter Esser

"Diesen Dienst haben wir aufgebaut, weil immer mehr Menschen mit genau dieser Problematik kamen. Es zeigte sich, welches harte Schicksal sie erleiden, wenn man nicht rechtzeitig agiert", erklärt Ulrich Walleitner, Schuldnerberater der Caritas-Kreisstelle Ingolstadt. Und er schildert die Wichtigkeit der Beratung: "Letztes Jahr hatten wir drei Fälle, bei denen der Strom abgestellt wurde und die Leute im Dunkeln saßen. Bei zwei Klienten konnte die Sperre mit unserer Hilfe Gott sei Dank innerhalb kurzer Zeit wieder aufgehoben werden."

Caritas ermöglicht neue Perspektive

Knapp 70 Hilfesuchende nahmen das Angebot im Jahr 2017 wegen Miet- oder Energieschulden in Anspruch - Tendenz steigend. Oft sind es arbeitslose und alleinerziehende Menschen: zum Beispiel Claudia Esch (Name geändert), die eine 15-jährige Tochter hat. Als ihr eine Stromsperre innerhalb von drei Tagen angekündigt wurde, suchte sie die Caritas-Beratungsstelle auf. Sie wusste nicht, wie sie eine Stromnachzahlung von über 700 Euro begleichen soll. Ihre eigenen Vorschläge wurden vom Energieanbieter abgelehnt. Daraufhin suchte Berater Ulrich Walleitner mit ihr nach Lösungen und verhandelte mit dem Anbieter. Jetzt klappte es. Dadurch, dass der Caritas-Schuldnerberater mit ihr eine Budgetplanung vornahm, vermied sie zudem weitere Verschuldungen. Walleitner hilft auch Ratsuchenden, deren Mietverhältnis gekündigt oder in Gefahr ist. Dann vermittelt er bei Gesprächen mit dem Vermieter und eventuell Gläubigern, bei denen sie verschuldet sind:

  • Er macht mit Betroffenen eine Bestandsaufnahme der Schuldensituation.
  • Er klärt über gesetzliche Leistungen auf.
  • Er hilft, das Existenzminimum zu sichern. 
  • Er hilft beim Einrichten eines Pfändungsschutzkontos.
  • Er verhandelt mit Wohnungsbau- und Energieunternehmen.

Auf Spenden angewiesen

Ein Spiezeughaus mit einer GlühbirneEin Zuhause zu haben und über Strom zu verfügen, erscheint selbstverständlich, ist es aber nicht. Die Caritas Ingolstadt setzt sich in besonderer Weise für dieses Anliegen ein.Foto: Karl Ferstl

Die Miet- und Energieschuldnerberatung der Caritas-Kreisstelle Ingolstadt finanziert sich allein aus Spenden und freiwilligen Leistungen. Bitte helfen Sie mit, diesen Dienst zu sichern! Gerade angesichts der allgemeinen Problematik mangelnden sozialen Wohnraums ist es umso wichtiger, Wohnungsverluste zu verhindern. Und ein zivilisiertes Leben ohne Elektrizität ist so gut wie unmöglich. Denn ohne Strom funktionieren in der Regel weder Licht und Telefon noch Internet und Herd. Dem will die Caritasberatung vorbeugen - auch mit Ihrer Unterstützung.

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